Über MakePhrases

Helmuth Jakob Keller

Ich bin Helmuth Jakob Keller.

Ich unterrichte Deutsch als Fremdsprache und arbeite an der Entwicklung von MakePhrases.

Ich habe zuerst Germanistik, Philosophie und Politik studiert. Als ich verstanden habe, wie nützlich Software fürs Lernen sein kann, habe ich zusätzlich Informatik studiert.

Ja, ich habe ein Magisterexamen in Germanistik. In Informatik werde ich kein Examen machen.

Genau. Am Anfang habe ich ganz naiv begonnen zu programmieren. Aber dann habe ich gemerkt, dass ich mir viel Arbeit erspare, wenn ich die Grundlagen lerne.

Auslöser war sicher meine Unzufriedenheit mit den Lernergebnissen. Das war aber nicht nur bei mir so. Auch die KollegInnen waren nicht mit den Ergebnissen zufrieden. Aber im Unterschied zu den meisten von ihnen habe ich nicht geglaubt, dass es an den SchülerInnen lag.

Ich meinte, dass es am Unterricht liegen musste. Deswegen habe ich versucht herauszufinden, wie ich den Unterricht verändern konnte, um das Lernergebnis zu verbessern.

Darüber könnte ich ein Buch schreiben. Ich fand viele mögliche Antworten und habe damit experimentiert.

Motivation spielt eine große Rolle.

Ja, wir können die Motivation beeinflussen. Das war meine erste Maßnahme. Ich habe konsequent daran gearbeitet, eine motivierende Atmosphäre zu schaffen.

Nein. Leider nicht. Die Stimmung im Unterricht war gut. Aber die SchülerInnen hatten weniger Hemmungen, falsch zu sprechen. Die Fehler, und damit meine ich die unnötigen Fehler, blieben leider.

Keine Sorge. Ich war immer motiviert. Ich habe einen Job, der viel mir Spaß macht.

Als nächstes habe ich mein Material angepasst. Ich habe neue Arbeitsblätter geschrieben.

Nein. Es gibt ja Vorschriften. Dazu gehört auch, dass wir ein Lehrbuch benutzen müssen, das geprüft und zugelassen ist.

Das ist leider nicht so. Ich bin nicht sehr zufrieden mit dem Lehrmaterial.

Zunächst einmal glaube ich, dass bei den Lehrwerken die Vermarktung immer wichtiger wird. Das Layout, die Gestaltung, die Bilder usw. scheinen mir wichtiger zu sein, als der Inhalt.

Ja, dessen bin ich mir bewusst. Aber ich bin sicher, das es in der Redaktion primär darum geht, Marktanteile zu sichern.

Ich sehe es so, dass ein Verlag auf den Kaufimpuls setzt. Schöne Bilder sollen zum Kauf verleiten. Wenn sich jemand zwischen zwei Lehrwerken entscheiden muss, zählen optische Merkmale leider viel mehr. Bei anderen Produkten ist es ja genau so. Lebensmittel werden über die Verpackung verkauft. Lehrwerke sind ein Produkt, das den Gesetzen der Vermarktung unterliegt.

In den meisten Kursen ist das so. Aber wir benutzen zusätzlich noch weiteres Material, weil das Lehrwerk nicht ausreicht.

Auch nicht wirklich.

Bessere Arbeitsblätter und interessanteres Lehrmaterial haben letztendlich auch nur dazu geführt, dass SchülerInnen mit mehr Freude die Aufgaben gemacht haben. Bleibende Erfolge konnte ich aber auch hierbei nicht feststellen. Freude am Lernen ist auch noch kein Garant für ein besseres Ergebnis.

Ja, klar. Wie gesagt, darüber könnte ich Bücher schreiben. Das hat sich über Jahre hinweg gezogen. Und ich lerne natürlich auch noch heute dazu.

Ja. Heute habe ich einen anderen Ansatz und damit erziele ich bessere Resultate.

Ich habe verstanden, dass eine Sprache lernen bedeutet, eine Fähigkeit/Fertigkeit zu lernen. Es bedeutet nicht, sich Wissen anzueignen.

Einen Satz zu bilden ist für das Gehirn ein Vorgang, den du mit einem Bewegungsablauf vergleichen kannst. Wenn wir sprechen, sind ja auch tatsächlich Körperteile, wie Zunge, Lippen, Zähne, Rachen usw. involviert. Aber auch, wenn wir nur schreiben, gibt es einen Bauplan im Gehirn, der dabei hilft, die Wörter in einem Satz zu formen und zu verteilen.

Richtig. Die Leute denken immer, dass Grammatik die Regeln sind, die Sprachlehrer in einem Buch aufgeschrieben haben. Aber Grammatik ist der Teil in unserem Gehirn, wo die Sätze gebildet werden. Jeder Mensch hat eine Grammatik.

Wir bauen eine Grammatik für die Fremdsprache auf.

Das ist die entscheidende Frage. Wir bauen die neue Grammatik durch Training auf. Training bedeutet regelmäßige Wiederholung mit Anpassung.

Es reicht aber nicht, wenn wir die Regeln kennen und verstehen. Wir müssen sie anwenden. Wir müssen sie können. Das ist nicht dasselbe.

Ja. Genau so ist das. Eigentlich kenne alle die Regel, dass das Verb im Deutschen an Position 2 steht. Aber nur wenige machen das richtig.

Gerne. Fast alle sagen solche Sätze, wie "Vielleicht ich komme morgen etwas später." oder so ähnlich. In den meisten Sprachen ist diese Satzstruktur richtig. Im Deutschen ist es, wie wir sofort erkennen, falsch. Wenn man sie auf den Fehler hinweist, wissen sie auch sofort, was gemeint ist. Sie kennen die Regel. Aber sie wenden dennoch die Struktur aus der Muttersprache oder dem Englischen an.

Weil sie die deutsche Struktur nicht genügend eingeübt haben. Das Gehirn greift auf die eingeübte Struktur zurück, weil es sich da sicher fühlt.

Da gibt es nur eine Antwort: So oft wiederholen, bis das Gehirn automatisch die Regel benutzt, die zu der Sprache gehört, die wir gerade sprechen.

Das ist individuell sehr verschieden. Manchmal reichen 10 Wiederholungen. Manchmal brauchen wir 100 Wiederholungen.

Ja. Alle können trainieren und somit auch lernen, die wichtigsten Regeln automatisch anzuwenden.

Lea

Ich bin Lea .

Ich arbeite als Onlinemanagerin für MakePhrases.

Ich kümmere mich um das Marketing, unsere Social-Media-Kanäle, die Kundenbetreuung und erstelle Erfolgsauswertungen. Außerdem arbeite ich an der Weiterentwicklung von MakePhrases und der Verbesserung der Nutzererfahrung mit.

Ja, ich habe 2020 mein Studium mit einem Master of Arts erfolgreich abgeschlossen.

Ich lerne genau wie Du gerne andere Sprachen. Mit MakePhrases möchte ich dazu beitragen, dass andere Menschen meine Muttersprache lernen können. Ich glaube, dass jede*r Deutsch lernen kann. Es erfordert Fleiß und professionelles Lernmaterial. MakePhrases hilft Dir dabei, Deutsch zu lernen. Es bietet unendlich viele Übungen dank moderner Technologie. Darüber hinaus ist das Grammatik-Buch richtig gut verständlich. Du kannst alle Grammatik-Erklärungen auch in Deiner Muttersprache lesen, ich finde, das ist ein großer Vorteil. Und jetzt wünsche ich Dir viel Spaß und Erfolg beim Üben!

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